Gelungenes Webdesign ist mehr als bunte Bilder
Sie möchten, dass Ihre Homepage gefunden wird, dass Ihr Kunde informiert wird und letztendlich, dass Ihr Kunde auf Ihr Angebot reagiert. Wie sollte Ihre Website aussehen und was können auch Sie selbst tun, um Ihre Homepage noch bekannter zu machen?
Unter den folgenden Stichpunkten finden Sie einige nützliche Erklärungen zu Ihrer Homepage, zu benutzerfreundlichem Aufbau, zu Suchmaschinen oder zur Besucheranalyse.
Der Kunde steht im Mittelpunkt
Betrachten Sie einen Text immer aus der Sicht des Kunden. Was interessiert ihn wirklich? Ein kurzes Firmenportrait auf Ihrer Homepage zum Beispiel sollte ihn von der Kompetenz und Erfahrung Ihres Unternehmens überzeugen. Einen Bericht über den letzten Umbau im Bürogebäude empfindet er eher als Kopfballast, schlimmstenfalls klickt er entnervt weiter.
Aus Kundensicht sollten auf Ihrer Homepage folgende Fragen beantwortet werden:
- Was ist das für eine Firma?
- Wie kann die Firma mir helfen?
- Ist die Firma kompetent und vertrauenswürdig?
- Warum sollte ich mich gerade für diese Firma entscheiden?
Sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden
Die richtige Tonart treffen:
Nichts ist unsinniger als aneinander vorbeizureden oder sich sogar misszuverstehen. Das gilt natürlich auch für das Webdesign. Jede Generation, jede Umgebung, jeder Beruf hat seine eigenen Wörter und seine eigene Sprache. Versuchen Sie die Sprache und den Tonfall ihrer Kunden zu treffen. Eigenfamilienhausbesitzer, die sich für Fotovoltaik auf dem Dach interessieren könnten, erreichen Sie bestimmt nicht über die aktuelle Jugendsprache und Patienten für Ihre Physiotherapiepraxis gewinnen Sie nicht durch den Einsatz überdurchschnittlich vieler medizinischer Fachbegriffe.
Sprechen und schreiben Sie so, wie Sie im Normalfall von Angesicht zu Angesicht sprechen. So wirken Sie offen, ehrlich und authentisch.
Deutsch statt "denglisch"
Solange Sie hauptsächlich deutsche Kunden erreichen wollen, schreiben Sie auch in deutsch. Sätze mit zu vielen Fachbegriffen oder englischen Schlagwörtern werden viel zu schnell zu lehren Phrasen.
Der Journalist und Germanist Dieter E. Zimmer hat in einer Aufsatzsammlung einige schöne Beispiele aufgeführt, die für sich sprechen.
Hier eine Kostprobe der Lufthansa von 1998:
"Miles & More führt ein flexibleres Upgrade-Verfahren ein: Mit dem neuen Standby oneway Upgrade-Voucher kann direkt beim Check-in das Ticket aufgewertet werden."
oder der inzwischen legendäre Text von Jil Sander aus dem Magazin der Frankfurter Allgemeinen (hier Zitat der Spiegel 1996):
"Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war, die hand-tailored Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die Audience hat das alles von Anfang auch supported. Der problembewusste Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muss Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils."
Alles verstanden?
Kleine Webtypologie
Schmuckschriften:
Das Worldwide Web wurde ursprünglich als Medium zur reinen Informationsübermittlung entwickelt. Ansprechendes Aussehen, verschiedene Schriften usw. kamen dabei nicht vor. Auch heute noch wird der grafische Einsatz unterschiedlicher Schriften dadurch behindert, dass jede Schrift auch auf dem Rechner des Besuchers installiert sein muss. Sonder- und Schmuckschriften müssten daher als Bild geladen werden, was wiederum die Suchmaschinen gar nicht mögen.

Brottext ohne Serifen:
Als Brottext wird in der Schriftsetzersprache ein einheitlicher, in einem Schriftschnitt gesetzter Informationstext bezeichnet, also meistens der eigentliche Text im Gegensatz zur Überschrift. Serifen heißen die kleinen waagerechten Striche oben und unten an den Buchstaben.
Dieser Text wurde in der Schrift "Times" mit Serifen geschrieben. Beim Lesen eines gedruckten Textes auf Papier führen die Serifen das Auge an der Zeile entlang und erleichtern das Lesen.
Auf dem Bildschirm allerdings wird die Schrift aus vielen kleinen Punkten zusammengesetzt. Die Serifen stören daher eher das Schriftbild. Eine serifenlose Schrift wie die Arial wirkt klarer, das Auge muss sich weniger anstrengen, es ermüdet nicht so schnell.
Groß und klein ganz konventionell:
DAS INTERNET IST EIN JUNGES, MODERNES MEDIUM, IN DEM VIELES MÖGLICH IST - SOLLTE ICH MEINEN TEXT DA NICHT IN GROSSEN BUCHSTABEN SCHREIBEN? DANN WIRD ER DOCH BESTIMMT GELESEN?
oder sollte ich ganz modern wie im englischen alles in klein schreiben? wenn ich mal etwas ganz anders schreibe als gewöhnlich, dann fällt es doch viel mehr auf.
Antwort: Ja und Nein. Die Texte werden vom Auge schon als auffälliger Graubereich wahrgenommen, das Gehirn muss sich aber weit mehr anstrengen, die Inhalte aufzunehmen. Im GROSSGESCHRIEBENEN TEXT (VERSALIEN) muss es sich jeden einzelnen Buchstaben erarbeiten, im kleingeschriebenen Text fehlen die gewohnten Gliederungen im Satz. Verzichten Sie auf solche Spielereien und freuen Sie sich lieber darüber, dass Ihr Text auch inhaltlich verstanden wird und ankommt.
Weiße Schrift auf farbigen Balken:
Wie kann ich etwas hervorheben? Die Lösung könnte so einfach sein. Wenn ich etwas Wichtiges auf meiner Homepage kennzeichnen möchte, unterlege ich es einfach mit einem farbigen Balken. Je kräftiger die Farbe, umso eher wird er wahrgenommen und die Schrift wird einfach heller.
Doch leider müssen wir gerade beim Webdesign mit der Bequemlichkeit des Auges rechnen. Weiße Schrift auf dunklem Untergrund ist einfach schwer zu lesen. Bei längeren Texten wehrt sich das Auge und sucht sich einfach einen leichter lesbaren Abschnitt. Grundsätzlich gilt immer noch die Regel: "Schwarz auf weiß"
Der Weg zu einer gelungenen Homepageist gar nicht so lang und steinig wie Sie denken. Ein Klick genügt, ein unverbindliches Gespräch und schon bald könnten sich die ersten Besucher auf Ihrer Site im Internet informieren. |
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